Propriozeption findet ausschließlich im Gehirn statt und umfasst u.a. Rezeptoren, periphere Nerven und Hirnnerven. Sie ermöglicht die Wahrnehmung und Interpretation von Körperposition, Bewegung und Lage im Raum. Das System sendet Signale über Spannung, Bewegung und Position unserer Gliedmaßen und ist eines der größten sensorischen Systeme des Körpers.
Sensorik
Gezielte Stimulation der Haut verändert die 3D-Karte im Gehirn (sensorischer Homunkulus) und kann die Leistung unmittelbar steigern.
Beispiele:
Klatschen, Reiben, Klopfen, Vibration
Wärme oder Kälte
Nutzung von Blackroll oder Massagepistole
Eng anliegende Sportkleidung (z. B. Armlinge, Beinlinge)
Jeder Athlet reagiert individuell. Falsch angewendet, kann es die Leistung sogar verschlechtern.
Motorik
Gezielte Mobilisation der Gelenke verbessert die 3D-Karte im motorischen Homunkulus. Hände und Füße spielen dabei eine besonders wichtige Rolle. Basketball erfordert komplexe Bewegungsabläufe. Je besser das Gehirn die Bewegungen „mapped“, desto sauberer und effizienter sind sie.
Besonders Füße und Sprunggelenke werden oft vernachlässigt. Festes Schuhwerk, Tapes oder Bandagen können die natürliche Bewegung der Sprunggelenke einschränken.
Periphere Nerven
Gut funktionierende periphere Nerven sind notwendig, um Muskeln optimal anzusteuern und Gelenke gleichzeitig stabil und beweglich zu halten.
Nach einem Distorsionstrauma beispielsweise kann eine schlechte Nervenansteuerung die Ursache für anhaltende Instabilität im Sprunggelenk sein.
Durch eingeschränkte Propriozeption werden die Athleten langsamer in ihrer Bewegung, weniger reaktiv und verletzungsanfälliger.
Leistungssteigerung über Hirnnerven (Beispiele)
Geruch (1. Hirnnerv)
Der Geruchssinn kann Motivation, Energie, Kraft, Fokus und Präzision positiv beeinflussen. Verschiedene Gerüche wie Zitrone, Lavendel oder Eukalyptus können getestet und gezielt eingesetzt werden.
Geschmack (Hirnnerven 7, 9, 10)
Verschiedene Geschmacksrichtungen (süß, salzig, sauer) im Getränk oder Kaugummi während Training/Spiel können die Leistung direkt positiv beeinflussen.
Zunge (12. Hirnnerv)
Durch gezielte Aktivierung kann die Rumpfstabilität deutlich verbessert werden.